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Der Traum vom Landleben

Artikel_LandlebenMannshohe Fingerhüte begrüßen die Besucher. Wie Schaulustige flankieren sie die Zufahrt zum Farmhaus, eine lange Reihe imposanter Blütenkerzen in puderigen Creme- und Rosétönen. Der Weg windet sich um einen Hügel, der mit Beeten bedeckt ist auf denen Kräuter, verschiedenfarbige Salaten, Gemüse in allen erdenklichen Formen und prächtige Sommerblumen wachsen. Sie sind der Fundus für Sarah Ravens tägliche Arbeit. Dort findet sie, was andere Menschen auf Wochenmärkten oder im Supermarkt kaufen. Mit einem Messer huscht sie durch die Reihen, schneidet hier ein paar Blätter, kappt dort ganze Köpfe, knipst Blüten ab und Triebspitzen von Kräutern. Aus dem taufrischen Grünzeug kreiert die Britin im Nu einen farbenfrohen Salat, den das Pink und Orange locker darüber gestreuter Blütenblätter von Nelken und Ringelblumen zum kleinen Kunstwerk machen.

Sarah hatte aus ihre Liebe zur Natur einen Beruf gemacht. Nun betreibt sie im britischen East Sussex eine Garden & Cookery School (www.sarahraven.com). Auf einer Wiese entstand zusätzlich ein großer, von Hecken eingefasster Garten. In einem Teil gedeihen Blumen und in einem anderen Gemüse. Heckenbögen verbinden beide Teile. Gerüste aus Haselnussruten geben den rankenden Pflanzen wie Bohnen, Erbsen und Wicken Halt. Schön geformte Glocken aus Ton dienen dem Antreiben und Bleichen von Rhabarber. Die nützlichen Elemente sehen auch hier im Garten schön aus. Das ist typisch für einen englischen Cottagegarten.

Zum Mittelpunkt der gesamten Anlage wurde ein Gewächshaus, das sich unmittelbar an das Farmhaus anschließt. Hier gedeihen Tomaten, Paprika, Zucchini, Kapuzinerkresse und Kräuter. Gleichzeitig stehen dort große Tische auf massiven Holzdielen. Schopflavendel und Duftpelargonien in Kübeln verbreiten Wohlgerüche und sorgen für ein bisschen mediterranes Lebensgefühl. Die Räumlichkeit ist zugleich das Herzstück von Sarahs Koch- und Gartenschule. Unter dem Himmel aus Glas werden Sträuße gebunden, Speisen kreiert und Dekorationen ersonnen. Der Ausblick eröffnet ein fantastisches Panorama: Grüne Wiesen und die Weite der hügeligen Landschaft von East Sussex.

1 Comment
Comments To This Entry
  1. Bin auf den Artikel bzw. die August-Ausgabe schon ganz gespannt. Ich finde solche Projekte – oder besser gesagt: die Realisierung von Träumen – einfach spannend. Hoffe, dass Sarah noch lange viel Freude mit ihrer Gartenschule haben wird. Übrigens habe ich mich schon immer gefragt, warum die Nähe zur Natur und der Umgang mit Pflanzen und Tieren kein Schulfach ist. Der Mensch und die ganze Gesellschaft würde davon profitieren, wenn der Bio-Unterricht mehr Hands-on-Aufgaben bereithielte.

    Daniel Hierer on 14. Juni 2013 Reply

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