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Mehrweg-Gemüse

Mehrweg_ArtikelDie Britin Joy Larkcom hat vor 30 Jahren diesen pfiffigen Begriff geprägt. Im englischen Original heißt es  »Cut-And-Come-Again«. Schlicht gesagt fällt darunter alles Gemüse mit Mehrfachnutzen. In ihrem Buch  »Der Grünkostgarten« schreibt Joy:  »Die meisten Leute halten Gemüsepflanzen grundsätzlich für ‚Einwegpflanzen’: Man zieht sie groß, erntet sie und damit hat sich’s dann. Dabei bringen viele Blattsalate zwei, drei und noch mehr Ernten, wenn man die Wurzel nur im Boden und den Pflanzen Zeit zum Nachwachsen lässt.« Zu den erwähnten Blattsalaten zählt sie vor allem Pflück- und Endiviensalate sowie Portulak. Geeignet sind auch Schnittkohl, Speisechrysantheme, Asia-Salate, Rucola, Mangold und natürlich auch viele Kräuter. Wie praktisch ist es, Töpfe mit Petersilie, Strauchbasilikum, Rosmarin, Koriander und Minze – um nur einige Arten zu nennen – in Reichweite zu haben, um Gerichte zu verfeinern.

Jüngst hat Sarah Raven die Idee ihrer Landsmännin aufgegriffen, um zu zeigen, wie einfach es ist, frische Nahrungsmittel heranzuziehen. Ihre Maxime lautet:  »Das Grünzeug soll mir wenig Arbeit machen und dennoch möchte ich viel davon ernten«. Zusätzlich zu den Cut-And-Come-Agains, zählen auch sehr ergiebige Gemüsearten zu ihren Favoriten wie Zucchini, Freilandgurken, Rhabarber und Tomaten, wenn man diesen einen warmen Standort und Regenschutz gewähren kann. Selbst Bohnen und Zuckererbsen gehören dazu. Denn wenn man fleißig pflückt, wachsen viele Früchte nach.

Kopfkohl, Knollensellerie und Steckrüben sind im eigenen Garten dagegen überflüssig. Sie brauchen sehr lange, um heranzureifen, verschlingen große Mengen an Nährstoffen und besetzen Beetflächen, auf denen andere nahrhafte Gewächse schnell Erträge liefern können. Sarah hat folgende Rechnung aufgestellt, indem sie Wirsingkohl mit einem Schnittsalat wie Rucola verglich. Von der Saat bis zur Ernte braucht Wirsing ca. 7 Monate, Rucola nur rund 6 Wochen. Vom Kohl erntet man pro Quadratmeter pro Saison eine Schale voll, vom Salat jede Woche zwei Schalen voll. Hat sich der Salat erschöpft, wird er sogleich nachgesät. So kann man sich die ganze Saison über völlig autark mit Salat versorgen – nicht jedoch mit Kohl, den man besser im Laden kauft.

 

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